Meeple, Marker und Missionen

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la calavera catrina Avatar

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„Das verrückte Labyrinth“ meets „Carcassonne“ – zwei Klassiker in einer zusammengefügten Version, die richtig Spaß macht, sobald man das Spielprinzip verstanden hat.

Es geht darum, clever die Landschaftsplättchen auf dem Spielplan zu schieben, um geschickt die eigene Landschaft mit den ergatterten Plättchen zu erweitern. Das Laufen mit den Spielfiguren – den sogenannten Meeple –, das Sammeln der acht Schätze oder das Abschließen von Städten und Straßen, um Wappen zu sammeln, sind dabei optional. Sie erhöhen jedoch den Spaß und führen, je nach Auftrag, zum Sieg.

Beim Profispiel (eher eine Art Erweiterung) kommen zusätzlich Auftragskarten ins Spiel. Die darauf beschriebenen Aufgaben zu erfüllen, kann am Ende den Sieg bedeuten.

Hat man den Dreh einmal raus, spielt man geschickter und versteht es besser, andere auszuspielen, seine Chancen zu nutzen und sich einen Vorteil zu verschaffen, um am Ende mit dem höheren Stapel zu gewinnen. Mit den Auftragskarten hat das Spiel für uns deutlich an Reiz gewonnen und mehr Spaß gemacht. Erst beim Stapeln der gesammelten Plättchen, Marker und Spielfiguren zeigt sich, wer den Sieg davonträgt – was schon für einige Überraschungen gesorgt hat.

Alter: ab 8 Jahren
Spieleranzahl: 1-4 (Solovariante möglich)
Spieldauer: 25-30 Minuten
Spielaufbau: 3-5 Minuten

Ich fand es toll, die Anleitung zu studieren und in der Solovariante erstmal alles auszuprobieren. Die Spielanleitung ist verständlich erklärt und sollte anfangs immer griffbereit sein. Es gibt Beispiele, Sonderfälle werden erwähnt, und es gibt sogar ein Erklär-Video. Die Bedeutung der Auftragskarten steht in der Anleitung, die man später nicht mehr braucht.

Die Qualität des Spielplans und der Landschaftsplättchen gefällt mir sehr: Sie sind stabil, handlich, robust und lassen kleine, fantasievolle Details entdecken – die meisten wiederholen sich aber. Es ist immer ein Highlight, zu schieben und anzulegen. Auch die farbigen Meeple sind hochwertig und griffig gestaltet.

Das Design der Auftragskarten hingegen ist funktionell. Muss man anfangs noch genau hinsehen, weiß man später sofort, was die Karten bedeuten. Es gibt keine unnötigen Beschriftungen. Das Spiel ist auf eine lange Lebensdauer und viele Spielwiederholungen ausgelegt.

Für die 32 Schatzmarker und 38 Wappenmarker fehlt allerdings eine Aufbewahrungsmöglichkeit in der Spielbox. Für die Landschaftsplättchen gibt es ein gut durchdachtes Aufbewahrungssystem, die Meeple haben einen praktischen Verschlussbeutel, aber die runden Marker rutschen lose herum und verlängern die Aufbauzeit. Auch wenn sich hier schnell Abhilfe schaffen lässt, soll das erwähnt sein. Außerdem fand ich die Marker schlecht zu greifen und es würde mich nicht wundern, wenn die als erstes verloren gehen.

Es ist ein Strategiespiel und der eine oder andere braucht schon mal etwas länger, um die eigene Strategie zu durchdenken und die zwei bis fünf Spielschritte auszuführen, während die anderen Spieler warten. Anfangs haben wir es täglich gespielt, doch dann hat die Motivation etwas nachgelassen, weil sich die drei Kronenaufträge und Varianten wiederholen. Deswegen bin ich schon gespannt auf die Erweiterungen.
Wer hat mitgespielt?
Kinder: 2
Erwachsene: 2
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder