Schatzsuche, Wappen und ein ziemlich wackeliger Turm

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petral. Avatar

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Cargassonne Labyrinth verbindet zwei bekannte Spielideen miteinander: das Legen von Plättchen wie bei Carcassonne und das bekannte Labyrinth-Prinzip, bei dem Wege und Verbindungen entstehen und sich im Laufe des Spiels immer wieder verändern.
Ziel ist es, durch geschicktes Anlegen der Plättchen möglichst viele Schätze und Wappen zu sammeln und am Ende den größten „Turm“ aus den erspielten Plättchen, Wappen und Schätzen zu haben. Das Spiel wirkt dabei optisch sehr schön und macht schon durch das liebevoll gestaltete Spielmaterial Lust aufs Spielen.

Wir haben das Spiel mit mehreren Generationen ausprobiert und insgesamt hat es uns wirklich gut gefallen. Deshalb gibt es von uns 4 von 5 Sternen.
Besonders schön finde ich, dass das Spiel eine Mischung aus Strategie, räumlichem Denken und ein bisschen Glück bietet. Man muss überlegen, wie man die Plättchen am besten anlegt, welche Wege man weiterführt und wann man eine Straße bzw. einen Weg abschließt, um die entsprechenden Wappen zu bekommen.
Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, macht das richtig Spaß und es entsteht ein schönes taktisches Spiel, bei dem man durchaus auch den anderen Spielern ein bisschen in die Quere kommen kann.

Allerdings hatten wir am Anfang ein paar Schwierigkeiten, die Regeln vollständig zu verstehen. Für uns war vor allem die Frage, wann genau eine Straße als abgeschlossen gilt und wann man dafür die Wappen erhält, zunächst nicht ganz intuitiv.
Wir waren allerdings auch komplette Carcassonne-Anfänger und kannten bisher nur das klassische Labyrinth. Deshalb kann es natürlich gut sein, dass jemand, der bereits Carcassonne-Erfahrung hat, deutlich schneller ins Spiel findet. Uns hat das verlinkte Erklärvideo sehr geholfen, danach waren die Regeln deutlich verständlicher und das Spiel hat dann auch richtig Spaß gemacht.

Bei der angegebenen Altersgrenze von ab 8 Jahren bin ich deshalb ein kleines bisschen unsicher. Die älteren Kinder konnten das Spiel nach einer gewissen Eingewöhnung gut mitspielen und hatten auch Spaß daran. Für die jüngeren Kinder in unserer Runde war es dagegen teilweise noch etwas kompliziert, gerade was die Regeln und die verschiedenen Möglichkeiten betrifft. Uns Erwachsenen hat es dafür sehr gut gefallen. Ich denke, dass es hier aber sicherlich auch darauf ankommt, welche Spielerfahrung die Kinder bereits mitbringen.

Zwei Dinge haben uns beim Spielmaterial bzw. beim Aufräumen allerdings nicht ganz so gut gefallen:
Zum einen müssen am Ende die gesammelten Plättchen, Wappen und Schätze zu einem Turm aufgestapelt werden, um zu vergleichen, wer den größten Turm hat. Die Idee finde ich eigentlich ganz witzig, in der praktischen Umsetzung ist es aber doch ziemlich „frickelig“. Der Turm lässt sich nicht immer ganz einfach aufbauen und kann relativ leicht wieder umkippen. Gerade wenn man viele Teile hat, ist das eher eine kleine Fummelei als ein besonders schöner Abschluss des Spiels.

Zum anderen hätte ich mir kleine Säckchen oder andere Aufbewahrungsmöglichkeiten für die verschiedenen Spielteile gewünscht. Wappen, Schätze und die anderen kleinen Teile sind nach dem Spielen alle zusammen und müssen jedes Mal wieder mühsam auseinander sortiert werden. Wir haben uns deshalb kurzerhand selbst kleine Behälter bzw. Säckchen dafür besorgt. Das macht das Aufbauen und Aufräumen deutlich angenehmer. Gerade bei einem Spiel mit so vielen kleinen Teilen wäre eine entsprechende Sortiermöglichkeit meiner Meinung nach sehr praktisch gewesen.
Trotz dieser kleinen Kritikpunkte gefällt uns Cargassonne Labyrinth insgesamt sehr gut. Das Spiel ist schön gestaltet, abwechslungsreich und bietet eine gelungene Kombination aus dem bekannten Labyrinth-Gefühl und dem Plättchenlegen von Carcassonne. Wenn man die Regeln einmal verstanden hat, kommt man gut ins Spiel und gerade mit älteren Kindern und Erwachsenen hatten wir viel Spaß damit.

Unser Fazit: 4 von 5 Sternen. Ein schönes und unterhaltsames Familienspiel, das wir gerne wieder spielen werden. Für jüngere oder unerfahrene Spieler sollte man allerdings etwas Zeit für die Erklärung einplanen und am besten schon beim ersten Spielen kleine Säckchen oder Sortierboxen für die vielen Wappen und Schätze bereithalten.
Zitat zum Spiel
wo soll ich das jetzt hinbauen?
Wer hat mitgespielt?
Kinder: 3
Jugendliche (ab 12): 2
Erwachsene: 4
Was sagen deine Mitspieler:innen zum Spiel:
Die größeren Kinder und Erwachsenen fanden es sehr schön und unterhaltsam, für den kleinsten in der Runde (8 Jahre) war es noch etwas kompliziert.
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder