Doppelt hält besser, oder?

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ravenmoon Avatar

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Doppelt hält besser – und genau das macht mich neugierig!

Was mir bei „Dobro“ direkt gefällt: Es ist ein schnelles Kartenspiel, das man tatsächlich schon zu zweit spielen kann. Gerade bei Spielen dieser Art ist das für mich ein echter Pluspunkt, denn häufig geht es erst ab drei oder sogar vier Personen los. Hier kann man also auch spontan zu zweit eine Runde starten.

Das Spielprinzip klingt dabei angenehm einfach, hat aber durchaus einen kleinen taktischen Kniff. In drei Durchgängen versucht man, möglichst wenige Karten vor sich zu sammeln. Denn je weniger Karten man kassiert, desto besser fällt die eigene Punkteausbeute aus. Gleichzeitig muss man immer den aktuellen Wert des Ablagestapels im Blick behalten und versuchen, diesen mit einer passenden Zahlenkarte oder einem Kartenpaar zu überbieten.

Besonders interessant finde ich die Verdoppelungsregel: Spielt man genau den aktuellen Wert, wird dieser verdoppelt. Aus einer scheinbar überschaubaren Zahl kann dadurch ziemlich schnell ein Wert werden, bei dem man plötzlich ins Schwitzen kommt. Und wenn man gar nichts Passendes auf der Hand hat, heißt es: „Das ist mir zu hoch!“ – und der komplette Ablagestapel wandert vor einen. Genau solche Momente stelle ich mir herrlich ärgerlich und gleichzeitig lustig vor. 😄

Dazu kommen noch Joker, Pausen- und Richtungswechselkarten. Gerade die Spezialkarten dürften für zusätzliche Überraschungen sorgen und verhindern, dass das Spiel einfach nur ein stumpfes „höher legen“ wird.

Ein weiteres kleines Highlight ist für mich die „Vergesslich!“-Karte. Wer beispielsweise vergisst, seine Hand am Ende des Zuges wieder aufzufüllen oder nach einem Richtungswechsel die Richtungskarte umzudrehen, kann von den Mitspielern abgestraft werden. Das klingt nach einer Regel, die nicht nur für Schadenfreude sorgen dürfte, sondern auch schön zum lockeren, kommunikativen Charakter des Spiels passt.

Und auch optisch macht Dobro einiges her. Die Box ist knallrot, auffällig und mit der großen, ziemlich frechen Spielfigur sofort ein Hingucker. Die Gestaltung wirkt bewusst verspielt und vermittelt schon auf den ersten Blick: Hier geht es nicht bierernst zu. Die Karten greifen diesen Stil ebenfalls auf und passen dadurch schön zum Gesamtbild.

Besonders positiv finde ich, dass das Spiel mit 2–6 Personen, ab 8 Jahren und einer Spieldauer von etwa 20 Minuten sehr flexibel einsetzbar ist.

Mein erster Eindruck fällt daher ziemlich positiv aus. Ein unkompliziert wirkendes Kartenspiel, das trotzdem mit Verdoppelungen, Spezialkarten und dem kleinen Risiko-Management für genügend Spannung sorgen dürfte. Und dass ich es auch zu zweit spielen kann, macht es für mich gleich noch interessanter.

Jetzt bin ich gespannt, wie oft bei uns wohl der Satz fallen wird:
„Das ist mir zu hoch!“ 😂