Ein Würfelspiel mit Ärger-Faktor

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sabefi Avatar

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Froggos ist ein schnell erklärtes Würfelspiel, bei dem man Kaulquappen in seinen eigenen Teich locken muss. Der Clou: Diese müssen im Laufe des Spiels in Frösche umgewandelt werden, denn nur die Frösche bringen am Ende die entscheidenden Siegpunkte.
Schachtel und Spielmaterial
Die Kaulquappen- und Frosch-Plättchen sind beidseitig auf dicker Pappe gedruckt. Eine Seite zeigt die Kaulquappe, die andere den Frosch. So muss man den Chip nach der Verwandlung einfach nur umdrehen.
Die fünf Würfel bestehen aus Holz, und die Symbole darauf sind eingängig und schön gestaltet.
Auch die vier Ablagetafeln für den eigenen Teich und das Ufer sind aus stabiler Pappe. Allerdings gibt es beim Spiel zu zweit ein kleines Übersichtsproblem: Man sammelt sehr viele Kaulquappen an, sodass es auf den Tafeln manchmal eng wird. Wenn Kinder dann dazu neigen, während der Wartezeit mit den Chips zu spielen, verliert man leicht den Überblick, welcher Chip wo hingehört. Wir haben den allgemeinen Vorrat daher an den Tischrand gelegt, damit eigene Frösche nicht versehentlich mit den Kaulquappen aus dem Vorrat vertauscht werden.
Ein kleiner Minuspunkt bei der Verpackung: Das Spiel enthält stolze 100 Kaulquappen-Chips. Schade ist daher, dass es in der Spielschachtel kein Inlay und keine Zip-Tüten gibt, um die vielen Chips ordentlich aufzubewahren.

Der Spielablauf
Die Regeln sind sehr leicht, zugänglich und auch für Kinder sofort zu verstehen. Trotz der einfachen Struktur bietet das Spiel erste taktische Überlegungen: Welchen Würfel wähle ich aus? Zu Beginn ist es gut, viele Kaulquappen zu sammeln, da jeweils vier Kaulquappen neue Artgenossen anlocken. Am Ende zählen aber nur die Frösche. Wer also zu spät mit der Verwandlung beginnt, hat zwar die meisten Chips, verliert aber trotzdem das Spiel. Da man Kaulquappen auch von Mitspielern klauen kann, bringt das Spiel eine gesunde Portion Interaktion, Spannung und eben den besagten „Ärger-Faktor“ mit sich.
Fazit

Was mir sehr gut gefallen hat:
• Erste taktische Kniffe: Das Spiel bietet erste strategische Entscheidungen, bleibt durch den Würfel-Faktor aber ein Glücksspiel. Dadurch können jüngere Kinder problemlos mitspielen und auch gewinnen.
Tolles Familienspiel: Es eignet sich wunderbar für gemeinsame Runden mit der ganzen Familie.
Lerneffekt: Ganz nebenbei kann man Kindern die biologische Entwicklung von der Kaulquappe zum Frosch näherbringen.

Was mir nicht so gut gefallen hat / Herausforderungen:
• Fehlende Sortierung: In der Schachtel fehlt ein Inlay oder Beutel für die 100 Chips.
Verlust der Übersicht bei Kindern: Wenn Kinder in den Wartezeiten mit den Chips spielen, geht schnell die Übersicht verloren („War das eben eine Kaulquappe im Teich oder schon ein Frosch?“). Das kann am Spieltisch schon mal zu kleineren Streitigkeiten führen.
Zitat zum Spiel
Warum klaust du immer bei mir
Wer hat mitgespielt?
Kinder: 2
Erwachsene: 2
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder