Geschickt gefädelt – Das etwas andere Familienspiel

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
sabefi Avatar

Von

Dank vorabspielen.de und dem TOPP Verlag (frechverlag) hatte ich die Gelegenheit, das kreative Musterspiel „Geschickt gefädelt“ ausgiebig zu testen. Diese Rezension spiegelt meine ehrliche Meinung zum Material und dem eigentlichen Spielerlebnis wider und wurde durch die kostenlose Bereitstellung nicht beeinflusst.

Worum geht es?
Schon das Cover verrät das ungewöhnliche Thema: Bei diesem Spiel dreht sich alles ums Weben. Ausgestattet mit einem eigenen Webrahmen und bunten Schnürsenkeln versuchen die Spieler, passende Muster zu knüpfen.

Material und Optik
Das Spielmaterial punktet durch seine hohe Qualität. Die farbigen Schnüre werden in einem großen, schönen Stoffbeutel aufbewahrt und die Marker-Knöpfe bestehen aus echtem Holz. Einzig die Auftragskarten fallen etwas dünn aus. Da diese jedoch flach auf dem Tisch liegen und während des Spiels nicht gemischt oder gehalten werden müssen, fällt das kaum negativ ins Gewicht.

Der Spielablauf
Partien erstrecken sich über vier Runden. Jede Runde startet mit einem Drafting-Mechanismus: Fünf Schnüre werden blind aus dem Beutel gezogen und im Kreis weitergereicht, bis jeder vier Fäden ausgewählt hat. Der letzte Faden kommt aus dem Spiel. Danach fädeln alle Teilnehmenden ihre vier Schnüre gleichzeitig in den eigenen Rahmen ein.

Sobald das erledigt ist, markiert man mit einem Holzknopf die Zielaufgabe, die man werten möchte. Acht Aufträge liegen dafür permanent aus – aufgeteilt in Parallel- und Kreuzmuster. Am Ende der vierten Runde ist das Tableau vollends gewebt und die Punkte werden mithilfe des beiliegenden Wertungsblocks ermittelt.

Was mir besonders gut gefallen hat:

Tolles Material: Die Haptik der Holzknöpfe und Stoffkordeln ist klasse.Innovative Idee: Das Thema Fädeln und Weben hebt sich erfrischend vom Brettspiel-Einerlei ab.Kniffliges Puzzle: Man muss sehr genau aufpassen, welche Fäden oben oder unten durchlaufen – ein kleiner Konzentrationsfehler und man hat sich verbaut.Keine Wartezeiten: Da alle parallel an ihrem Rahmen tüfteln, entsteht so gut wie keine Downtime.

Das sollte man vor dem Kauf beachten:

Spieleranzahl: Zu zweit verliert der Drafting-Mechanismus stark an Bedeutung; jeder baut eher isoliert vor sich hin. Mehr Interaktion und Dynamik entstehen ab drei Personen.Zielgruppe: Das Spielprinzip ist sehr speziell. Es ist kein klassischer Allrounder für jede Spielgruppe, sondern richtet sich gezielt an Fans von Logik- und Kreativpuzzles.Farbenfokus: Die Unterscheidung der Farben ist essenziell für den Spielerfolg. Wer Einschränkungen beim Farbsehen hat, könnte hier Probleme bekommen.

Fazit
Wer auf der Suche nach einem unverbrauchten Konzept ist und Spaß an taktischen Fädel-Rätseln hat, wird mit „Geschickt gefädelt“ viel Freude haben. Uns hat dieser kreative Ausflug an den Webrahmen jedenfalls sehr viel Spaß gemacht!

Zitat zum Spiel
Was bringt mir noch am meisten Punkte
Wer hat mitgespielt?
Erwachsene: 2
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder