Charmanter Eindruck

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Das Spiel „Hüter des Schatzes“ macht auf den ersten Blick einen ziemlich charmanten Eindruck. Das Cover mit dem großen, detailreichen Drachenauge zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und verspricht ein stimmungvolles Fantasy-Abenteuer. Rein von der Beschreibung her wirkt es wie ein kurzweiliges, aber dennoch taktisches Legespiel, das durch die Kombination aus Strategie und dem gleichzeitigen Spielen aller Beteiligten eine angenehme Dynamik auf den Tisch bringen könnte.
Besonders stark fällt auf, dass hier Reiner Knizia als Co-Autor seine Finger im Spiel hat. Das lässt auf ein mathematisch elegantes, gut verzahntes Regelwerk hoffen, selbst wenn das Spiel mit einer Spieldauer von ca. 20 Minuten recht knackig und zugänglich gehalten ist. Auch wenn es sich an Familien ab 8 Jahren richtet und damit eher im seichten bis mittleren Komplexitätsbereich liegt, könnte das „Chaosbändigen“ beim Schätzsortieren durchaus einen cleveren Kniff bieten, der auch erfahrenen Spielern für zwischendurch Spaß macht. Insgesamt wirkt es wie ein solides, schnelles Mitbringspiel mit einem unverbrauchten, glitzernden Thema.