Spielerisch Lernen

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Beim Spiel „Magische Spiegel“ geht es kurz gesagt darum, dass die Spieler*innen mit Hilfe eines Spiegels auf Karten nach versteckten Dingen suchen.
Beim Auspacken fällt direkt das wertige und optisch ansprechende Material auf. Der Karton ist thematisch schön und zur Hälfte mit Spiegelfolie gestaltet. Sowohl Karton, Karten und Spiegel zeigen kräftige Farben, die aber nicht zu knallig sind und ablenken. Die großen „Suchkarten“ sind so schön gestaltet, dass man sie sich auch losgelöst vom Spielkontext gerne anschaut. Die Karten sind fest und so stabil, dass sie nicht sofort in Kinderhänden zerknicken, und haben eine angemessene Größe, um sie gut anfassen, aber gleichzeitig auch gut Bilder erkennen zu können. Da die Karten von den „Suchbildern“ und den „Hinweisbildern“ unterschiedlich groß sind, kann man sie gut auseinander sortieren, wenn sie im Karton durcheinandergeraten sind. Schön wäre es hier gewesen, wenn der Karton in einzelne Fächer eingeteilt wäre, um dies zu verhindern. Sollte trotzdem einmal eine Karte verloren gehen, ist das nicht so schlimm, da das Spiel auch dann noch problemlos gespielt werden kann.
Die Spielanleitung ist kurz und übersichtlich gehalten und umfasst nur 4 Seiten. Auf der ersten Seite werden generelle Informationen gegeben und die anderen 3 Seiten widmen sich jeweils einem der 3 möglichen Spielmodi. Besonders schön ist, dass die Anleitung mit vielen Schaubildern versehen ist, so dass es auch Kindern, die nicht oder auch noch nicht viel lesen können, zum Teil möglich ist, sich die Inhalte zu erschließen und einen Aufbau schnell vorzunehmen.
Egal, ob das Spiel mit Kindern oder Erwachsenen gespielt wird, hat es einen hohen Aufforderungs- und Wettbewerbscharakter. Je mehr Tempo das Spiel aufnimmt, desto spannender und lustiger wird es. Auch wenn man eine Karte schon öfter „bespielt“ hat, wird es nicht langweilig, da man immer wieder neue Dinge erkennen kann.
Wenn das Spiel mit Kindern gespielt wird, hängt der Spaß entscheidend von deren Aufmerksamkeitsspanne und Frustrationstoleranz ab. Können sie sich nicht lange konzentrieren bzw. sich nicht lange mit einer Sache beschäftigen, besteht die Gefahr, dass sie keine Dinge finden und schnell keine Lust mehr haben. Wird das Spiel in einer leistungsheterogenen Gruppe gespielt, besteht die Gefahr, dass schwächere/langsamere Kinder viel Druck verspüren und nicht oder nur selten zum Zug kommen und dadurch die Lust verlieren. Wir haben an dieser Stelle die Spielregeln für uns etwas angepasst.
Beim Spielen ist mir aufgefallen, dass die zu findenden Dinge nicht immer ganz ihrem „Suchsymbol“ entsprechen (z.B. die Schaufel hat im Suchbild kein Loch für den Griff oder das Flugzeug hat eine zusätzliche Seitenflosse). Um hier bei Kindern das Streitpotential zu minimieren, sollte dies vorher besprochen und klare Regeln dafür festgelegt werden.
Fazit: Das Spiel ist für Kinder ab 5 empfohlen. Ich finde dies angemessen, wenn die Kinder entweder das Spiel nur zum Experimentieren mit Spiegeln nutzen oder eine hohe Frustrationstoleranz und/oder Aufmerksamkeitsspanne haben. Ich empfehle es eher für Kinder ab 7, aber durchaus auch mal für Erwachsenenspielerunden. Besonders geeignet ist es für den Einsatz in der Grundschule im Mathematikunterricht von Klasse 2 bis 4 im Themenbereich Geometrie (spiegeln, Achsensymmetrie, …) als Bestandteil eines Wochenplans, zur Freiarbeit oder als Belohnungsspiel, wenn eine Aufgabe schnell erledigt wurde. Durch die unterschiedlichen Spielmodi werden unterschiedliche Schwierigkeitsniveaus eingebracht, so dass unterschiedliche Leistungsstände der Schüler*innen berücksichtigt werden und sie dann in annähernd leistungshomogenen Gruppen spielen können.
Wer hat mitgespielt?
Kinder: 4
Erwachsene: 2
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder