Genau meins!

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taljatalina Avatar

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Bei No Shelf Control hat mich ehrlich gesagt schon das Thema direkt abgeholt. Bücherregale bauen, Bücher sammeln und dabei bloß nicht zu hoch stapeln? Das klingt nach einem kleinen, einfachen Spiel, das aber durchaus für ein bisschen Spannung und Schadenfreude am Tisch sorgen kann. Gerade die Idee, dass man nie genau weiß, wann das Spiel endet, gefällt mir dabei richtig gut. Man muss sich also überlegen, ob man lieber vorsichtig Punkte sammelt oder doch noch versucht, sein Regal weiter auszubauen.
Die Regeln wirken auf den ersten Blick angenehm unkompliziert. Man zieht eine Karte und legt das entsprechende Regalteil passend nach Farbe an. Gleichzeitig hat man mit den Token ein bisschen Einfluss darauf, was passiert. Besonders die Möglichkeit, eine Karte mit „Nö“ abzulehnen oder mit „Mehr“ noch eine weitere Karte zu ziehen, gefällt mir. Dadurch entsteht dieses kleine Risiko, bei dem man sich jedes Mal fragt: Gehe ich noch weiter oder sollte ich lieber aufhören? Genau solche Entscheidungen mag ich bei kleinen Spielen, weil sie nicht kompliziert sind, aber trotzdem dafür sorgen, dass man nicht einfach nur stumpf Karten ablegt.
Auch die Sonderkarten finde ich interessant. Die Deko bringt zwar direkt fünf Punkte, blockiert dafür aber das weitere Stapeln über dieser Stelle. Die ungelesenen Bücher sind dagegen eher Fluch als Segen, weil die darunterliegenden Regalteile am Ende keine Punkte bringen. Dadurch muss man tatsächlich ein bisschen darauf achten, wie man sein Regal aufbaut und nicht einfach nur möglichst viele Teile sammeln.
Besonders schön finde ich, dass das Thema nicht einfach nur auf die Optik gesetzt wurde, sondern auch in die Spielmechanik eingebaut ist. Ein Regal kann tatsächlich „zu voll“ werden und zusammenbrechen. Das passt wunderbar zum Bücher-Thema und macht den Namen No Shelf Control irgendwie perfekt. Die Illustration mit den vielen Büchern, kleinen Gegenständen und Details stelle ich mir ebenfalls richtig hübsch auf dem Tisch vor.
Insgesamt macht die Anleitung auf mich einen sehr zugänglichen Eindruck. Es wirkt nach einem Spiel, das man schnell erklären kann und bei dem auch Leute mitspielen können, die nicht regelmäßig Brettspiele spielen. Gleichzeitig scheint durch die Token und das Abwägen zwischen „Nö“ und „Mehr“ genug kleine taktische Entscheidung dabei zu sein, damit es nicht komplett beliebig wird.
Ich bin auf jeden Fall neugierig, wie sich das Ganze tatsächlich am Tisch spielt. Gerade dieses „Wie viel kann ich meinem Regal noch zumuten?“ könnte für einige lustige Momente sorgen. Für einen gemütlichen Spieleabend zwischendurch klingt No Shelf Control auf jeden Fall nach einem Spiel, das man schnell auf den Tisch bekommt und bei dem man vermutlich schneller eine zweite Runde spielen möchte, als man eigentlich geplant hatte.