Zwischen noch einem Buch und lieber doch nicht
Allein das Thema trifft bei mir einen Nerv. Regale voller Bücher, die eigentlich längst voll sind, und trotzdem kommt noch etwas dazu. Dass daraus ein kleines Spiel mit der Frage wird, wann man besser aufhört, finde ich ziemlich charmant. Ich würde No Shelf Control zuerst zu zweit mit meinem Partner ausprobieren. Man zieht immer weiter Regalteile und versucht, möglichst wertvolle Regale aufzubauen. Gleichzeitig weiß man nie genau, wann das Spiel durch die Lesepausen plötzlich endet. Besonders interessant finde ich deshalb die Entscheidung, ob man noch mehr riskieren möchte oder mit einem Token lieber „Nö“ sagt. Denn mehr ist hier eben nicht automatisch besser. Ein Regal darf höchstens neun Regalteile haben und kann sogar komplett zusammenbrechen. Die ungelesenen Bücher finde ich als Idee besonders lustig, weil sie ausgerechnet die Regalteile darunter wertlos machen. Das ist thematisch ziemlich treffend und dürfte für einige gemeine Überraschungen sorgen. Mit ungefähr 15 Minuten Spielzeit klingt es für mich genau nach einem Spiel, das man abends schnell auf den Tisch holen und bei Gefallen direkt noch einmal spielen kann.