Spaßig, aber weniger gut als das Original
Als riesiger Fan von ‚Nobody is perfect‘ habe ich mich gefreut, diese Musikedition als Rezensionsexemplar von Vorabspielen.de erhalten zu haben. Ich war aber bereits etwas skeptisch, wie gut diese Themenfokussierung funktioniert. Vorab kann ich bereits verlauten lassen, dass das Spiel in unserer Gruppe unterschiedlich gut ankam; ich werde daher auch verschiedene Eindrücke teilen.
Es handelt sich um ein Partyspiel, laut Angaben ab 14 Jahren – dem stimme ich zu – sowie für 3-6 Personen. Ich würde dieses Spiel jedoch nicht mit weniger als 4 Personen spielen wollen, da dann zu wenig potenziell richtige Antworten zur Verfügung stehen (diese Erfahrung habe ich schon mal beim Original gemacht). Die Spieldauer ist mit 45 Minuten realistisch angegeben. Natürlich lädt das Spiel dazu ein, einfach gleich noch eine weitere Runde anzuschließen.
Kurz zum Spielmaterial: es handelt sich um ein farbenfrohes Spiel, das zum Musikthema passt; das Material erscheint ausreichend stabil. Neben einem Spielplan, Karten samt Decodierer, einem Chip und einer Spielfigur in jeder Farbe gibt es noch einen Token für jeden Mitspieler, der in meinen Augen überflüssig ist, da vermutlich jeder in der Lage ist, seine Spielfigur als die seine zu identifizieren. Vielleicht hat sich mir aber auch der Sinn des Tokens nicht erschlossen, da er nicht in der Spielanleitung explizit erwähnt war.
Das Spielprinzip ist simpel: In wechselnder Reihenfolge liest ein Spieler eine Karte vor, welche dann von den anderen möglichst kreativ und doch glaubwürdig beantwortet werden soll. Die Antworten werden auf einzelnen Zetteln notiert und an den Fragesteller gegeben. Dieser notiert auf seinem Blatt die richtige Lösung, nachdem er diese mithilfe des Decodierers abgelesen hat (hier habe ich mich ein bisschen gefühlt wie zu Kinderzeiten, als ich Kriminalfälle mit Kommissar Kugelblitz und eben so einem Decodierer gelöst habe). Die Antworten werden gemischt und vorgelesen und jeder Spieler stimmt gleichzeitig mit seinem Chip ab, welche Antwort er für die richtige hält. Hat man richtig gelegen, bekommt man Punkte, aber vor allem auch dann, wenn jemand anderes die eigene kreative Lösung für die richtige gehalten hat. Derjenige, der zuerst das Ziel erreicht, gewinnt.
Nun möchte ich auf einige einzelne Punkte eingehen.
Es handelt sich ja um die Music Edition, weswegen sich die Fragen alle auf etwas Musikalisches beziehen. Das funktioniert in meinen Augen mal besser mal schlechter. Einige Fragen oder Aussagen waren so formuliert, dass man kaum etwas Kreatives notieren konnte (beispielsweise lediglich eine Zahl). Für uns hätte es zudem die Kategorie der orangenen Karten mit Mutiple Choice Fragen als Sonderkategorie gar nicht gebraucht. Diese sind ja anders als das übrige Spielprinzip reine Wissensfragen. Besonders gut haben uns hingegen die gelben Karten zur Kategorie Instrumente gefallen. Hier gab es viel Raum für Spinnerei. Dies waren auch die Karten, bei denen es uns wirklich interessiert hat, den Barcode zu scannen und dem Instrument, von dem man noch nie zuvor gehört hatte, zu lauschen. Überhaupt gefiel uns allen die ‚Scannerei‘ dann, wenn sie nach der Lösung vorgeschlagen wurde und diese sinnvoll ergänzt hat. Das kurze Anhören von Liedern, zu deren Interpret dann anschließend irgendeine Frage gestellt wird, hat uns nicht so gut gefallen.
Etwas uneinig waren wir uns darüber, wie sinnvoll die Felder auf dem Spielplan sind, bei denen der Letztplatzierte einige Felder vorrücken darf, sobald er diese betritt. Ein Teil der Gruppe fand dies gut, da das Spiel dadurch ausgewogen blieb, während andere dies eher als unnötig und ergebnisverzerrend empfanden. Letztlich war es uns allen auch gar nicht so wichtig, wer als Erster auf dem Siegerfeld landet, da der Spielspaß vor allem durch die kreativen Ideen entstand.
Eine Anmerkung möchte ich noch zur Auswahl der Spielgruppe machen. Ich habe beim ‚normalen‘ Nobody is perfect bereits die Erfahrung gemacht, dass das Spiel anders als andere Partyspiele für einige Leute nicht so gut geeignet ist. In meiner Familie und im Freundeskreis gibt es mehrere Personen, die entweder eine Lese-/Rechtschreibschwäche haben oder Schwierigkeiten haben, sicher vor anderen Menschen etwas vorzulesen (z.B. wegen Stotterns). Für diese Leute ist es nahezu unmöglich, die Antworten so vorzulesen, dass man daraus nicht schon erkennt, welche die selbst notierte und damit richtige Antwort und welche die von anderen ausgedachte ist.
In der Spielgruppe, in der ich die Music Edition bislang gespielt habe, sind zwei musikverrückte Personen (die auch selbst Musiker sind), denen diese Ausgabe besonders viel Spaß gemacht hat. Mir persönlich und meinem Partner hat das Original deutlich besser gefallen, da für uns die Fragen und Aussagen interessanter waren und viel mehr Raum für Kreativität ließen.
Das Spielprinzip von ‚Nobody is perfect‘ ist grandios und es gibt kein Spiel in unserem gut gefüllten Spieleregal bei dem wir in Summe so viel gelacht haben wie bei diesem (dem Original).
Es handelt sich um ein Partyspiel, laut Angaben ab 14 Jahren – dem stimme ich zu – sowie für 3-6 Personen. Ich würde dieses Spiel jedoch nicht mit weniger als 4 Personen spielen wollen, da dann zu wenig potenziell richtige Antworten zur Verfügung stehen (diese Erfahrung habe ich schon mal beim Original gemacht). Die Spieldauer ist mit 45 Minuten realistisch angegeben. Natürlich lädt das Spiel dazu ein, einfach gleich noch eine weitere Runde anzuschließen.
Kurz zum Spielmaterial: es handelt sich um ein farbenfrohes Spiel, das zum Musikthema passt; das Material erscheint ausreichend stabil. Neben einem Spielplan, Karten samt Decodierer, einem Chip und einer Spielfigur in jeder Farbe gibt es noch einen Token für jeden Mitspieler, der in meinen Augen überflüssig ist, da vermutlich jeder in der Lage ist, seine Spielfigur als die seine zu identifizieren. Vielleicht hat sich mir aber auch der Sinn des Tokens nicht erschlossen, da er nicht in der Spielanleitung explizit erwähnt war.
Das Spielprinzip ist simpel: In wechselnder Reihenfolge liest ein Spieler eine Karte vor, welche dann von den anderen möglichst kreativ und doch glaubwürdig beantwortet werden soll. Die Antworten werden auf einzelnen Zetteln notiert und an den Fragesteller gegeben. Dieser notiert auf seinem Blatt die richtige Lösung, nachdem er diese mithilfe des Decodierers abgelesen hat (hier habe ich mich ein bisschen gefühlt wie zu Kinderzeiten, als ich Kriminalfälle mit Kommissar Kugelblitz und eben so einem Decodierer gelöst habe). Die Antworten werden gemischt und vorgelesen und jeder Spieler stimmt gleichzeitig mit seinem Chip ab, welche Antwort er für die richtige hält. Hat man richtig gelegen, bekommt man Punkte, aber vor allem auch dann, wenn jemand anderes die eigene kreative Lösung für die richtige gehalten hat. Derjenige, der zuerst das Ziel erreicht, gewinnt.
Nun möchte ich auf einige einzelne Punkte eingehen.
Es handelt sich ja um die Music Edition, weswegen sich die Fragen alle auf etwas Musikalisches beziehen. Das funktioniert in meinen Augen mal besser mal schlechter. Einige Fragen oder Aussagen waren so formuliert, dass man kaum etwas Kreatives notieren konnte (beispielsweise lediglich eine Zahl). Für uns hätte es zudem die Kategorie der orangenen Karten mit Mutiple Choice Fragen als Sonderkategorie gar nicht gebraucht. Diese sind ja anders als das übrige Spielprinzip reine Wissensfragen. Besonders gut haben uns hingegen die gelben Karten zur Kategorie Instrumente gefallen. Hier gab es viel Raum für Spinnerei. Dies waren auch die Karten, bei denen es uns wirklich interessiert hat, den Barcode zu scannen und dem Instrument, von dem man noch nie zuvor gehört hatte, zu lauschen. Überhaupt gefiel uns allen die ‚Scannerei‘ dann, wenn sie nach der Lösung vorgeschlagen wurde und diese sinnvoll ergänzt hat. Das kurze Anhören von Liedern, zu deren Interpret dann anschließend irgendeine Frage gestellt wird, hat uns nicht so gut gefallen.
Etwas uneinig waren wir uns darüber, wie sinnvoll die Felder auf dem Spielplan sind, bei denen der Letztplatzierte einige Felder vorrücken darf, sobald er diese betritt. Ein Teil der Gruppe fand dies gut, da das Spiel dadurch ausgewogen blieb, während andere dies eher als unnötig und ergebnisverzerrend empfanden. Letztlich war es uns allen auch gar nicht so wichtig, wer als Erster auf dem Siegerfeld landet, da der Spielspaß vor allem durch die kreativen Ideen entstand.
Eine Anmerkung möchte ich noch zur Auswahl der Spielgruppe machen. Ich habe beim ‚normalen‘ Nobody is perfect bereits die Erfahrung gemacht, dass das Spiel anders als andere Partyspiele für einige Leute nicht so gut geeignet ist. In meiner Familie und im Freundeskreis gibt es mehrere Personen, die entweder eine Lese-/Rechtschreibschwäche haben oder Schwierigkeiten haben, sicher vor anderen Menschen etwas vorzulesen (z.B. wegen Stotterns). Für diese Leute ist es nahezu unmöglich, die Antworten so vorzulesen, dass man daraus nicht schon erkennt, welche die selbst notierte und damit richtige Antwort und welche die von anderen ausgedachte ist.
In der Spielgruppe, in der ich die Music Edition bislang gespielt habe, sind zwei musikverrückte Personen (die auch selbst Musiker sind), denen diese Ausgabe besonders viel Spaß gemacht hat. Mir persönlich und meinem Partner hat das Original deutlich besser gefallen, da für uns die Fragen und Aussagen interessanter waren und viel mehr Raum für Kreativität ließen.
Das Spielprinzip von ‚Nobody is perfect‘ ist grandios und es gibt kein Spiel in unserem gut gefüllten Spieleregal bei dem wir in Summe so viel gelacht haben wie bei diesem (dem Original).
Zitat zum Spiel
Ach, ich dachte die Antwort sei von dir!
Ach, ich dachte die Antwort sei von dir!
Wer hat mitgespielt?
Erwachsene: 4
Erwachsene: 4
Was sagen deine Mitspieler:innen zum Spiel:
Die Meinung der Mitspieler habe ich bereits im Text mit einfließen lassen. Hier noch einmal drei Stichpunkte von den beiden Musikliebhabern: - das bewährte Spielkonzept funktioniert im Kontext Musik sehr gut - es macht Spaß, sich schlüssig klingende 'Fakten' auszudenken und unnützes Wissen dazuzugewinnen - durch die Felder, die den Letztplatzierten nach vorne bringen, bleibt das Spiel ausgewogen
Die Meinung der Mitspieler habe ich bereits im Text mit einfließen lassen. Hier noch einmal drei Stichpunkte von den beiden Musikliebhabern: - das bewährte Spielkonzept funktioniert im Kontext Musik sehr gut - es macht Spaß, sich schlüssig klingende 'Fakten' auszudenken und unnützes Wissen dazuzugewinnen - durch die Felder, die den Letztplatzierten nach vorne bringen, bleibt das Spiel ausgewogen