Gelungene 2-Personen-Umsetzung des Detektiv-Klassikers

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karysa Avatar

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Scotland Yard gehört in der Spielewelt längst zu den Klassikern. Auch wenn es inzwischen über 40 Jahre her ist, dass das bekannte Detektiv-Spiel zum „Spiel des Jahres“ gekürt wurde, begeistert es noch immer große und kleine Spieler ab 8 Jahren. Während sich das Original an 2 bis 6 Spieler richtet und vor allem zu mehreren Spielern Spaß macht, ist mit Scotland Yard-Duel jetzt eine Version erschienenen, die sich explizit nur an 2 Spieler richtet und das bekannte Spielprinzip dafür auf eine neue Art und Weise interpretiert.

Wie auch im Klassiker gibt es mit Mister/ Ms. X und dem beziehungsweise der Ermittler/in zwei verschiedene Rollen, die gegeneinander antreten (im Folgenden übernehme ich aufgrund der Lesbarkeit wie in der Anleitung die Formen Mr. X und die Ermittlerin, angesprochen sind aber natürlich alle Lesenden). Während Mr. X versucht, der Ermittlerin zu entkommen, versucht diese ihn innerhalb des wuseligen Londons zu schnappen. Anders als im Original gibt es dieses Mal keinen Spielplan auf dem sich die Figuren bewegen, stattdessen besteht die „Stadt“ aus einzelnen Stadtteilen, die zu Beginn des Spiels in einem 5x5-Raster aufgebaut werden. Während Mr. X 22 Stadteile aufbaut, ergänzt die Ermittlerin diesen Aufbau anschließend um ihre drei Stadtteile, die sie in der mittleren Reihe einfügt. Während die Ermittlerin abgesehen von ihren eigenen Stadtteilen auf einheitliche Häuserfassaden schaut, verteilt Mr. X Taxi-, Bus-, U-Bahn sowie Black-Tickets, die dem ein oder anderen vielleicht aus dem Original-Spiel bekannt vorkommen könnten. Ergänzt werden diese Tickets durch drei Sabotage-Plättchen, zwei Überwachungskameras sowie ein Mr. X-Plättchen, welches von der Ermittlerin gefunden werden muss.

Ergänzend stehen der Ermittlerin mit ihren drei Plättchen Sonderzüge zur Verfügung, die sie jeweils einmal im Spiel nutzen kann:

Verstärkung: Mr. X muss aussetzen und die Ermittlerin ist zweimal dran.
Überwachungskamera: Mr. X muss seine Spielfigur wahlweise neben die Reihe beziehungsweise Spalte stellen, in der sich das Stadtteilplättchen mit seiner Figur auf der Rückseite befindet. Dieselbe Regel gilt auch im Spiel, falls die Ermittlerin ein Stadtteilplättchen mit dieser Abbildung aufdeckt.
Rasterfahndung: Mr. X muss ein Stadtteil-Plättchen aufdecken, welches sich diagonal oder orthogonal neben dem Stadtteil mit Mr. X befindet.

Ziel des Spiels:
Die Ermittlerin gewinnt, wenn es ihr gelingt, den Stadtteil mit Mr. X aufzudecken. Sie gewinnt
ebenfalls, falls Mr. X bewegungsunfähig gemacht wurde und keinen Zug mehr machen kann.
Mr. X gewinnt, falls die Ermittlerin alle drei Stadtteile mit Sabotage aufgedeckt hat. Er gewinnt auch, falls die Ermittlerin bewegungsunfähig ist und keinen Zug mehr machen kann.

Ablauf:
Die Ermittlerin beginnt und deckt mit ihrer Figur einen Stadtteil der direkt vor ihr liegenden Reihe auf. Je nachdem, ob ein Taxi-, Bus-, U-Bahn- oder Black-Ticket zum Vorschein kommt, darf Mr. X anschließend zwei Stadtteile vertauschen, die ein, zwei oder drei beziehungsweise bei Black-Ticket beliebig viele Felder orthogonal auseinander liegen. Einerseits sorgt er dadurch für Chaos und stiftet Verwirrung, andererseits hilft es ihm, der Ermittlerin zu entkommen. Anschließend ist die Ermittlerin wieder an der Reihe. Auch für sie gibt das zuletzt aufgedeckte Ticket an, bis zu wie viele Schritte sie sich bewegen darf. Hat sie sich entschieden, wohin sie zieht, deckt sie den entsprechenden Stadtteil auf und stellt ihr Figur in die Öffnung des aufgedeckten Plättchens. Anschließend ist Mr. X wieder an der Reihe.
Im Laufe des Spiels bekommt die Ermittlerin durch das Aufdecken der Scotland-Yard-Plättchen sowie den Stadtteilen mit Überwachungskamera Hinweise auf den Standort von Mr. X. Gleichzeitig versucht Mr. X ihr zu entkommen und die Stadtteile so zu vertauschen, dass sie bei ihrer Verfolgungsjagd auf die Stadtteile mit Sabotage stößt, um gegen sie zu gewinnen.
Fazit:

Dank seiner kurzen Runden von 10 bis 20 Minuten eignet sich Scotland Yard-Duel gut als schnelles Spiel zwischendurch. Der Aufbau ist schnell gemacht und es macht Spaß, sich gegenseitig herauszufordern. Dank der übersichtlichen und gut bebilderten Anleitung lassen sich die Regeln schnell verstehen, sodass auch nicht so geübte Spieler leicht ins Spiel finden.

Scotland Yard-Duel richtet sich an Kinder und Erwachsenen ab 8 Jahren, was sich bei uns als passend zeigte. Sowohl im Spiel mit Kind als auch zwischen zwei Erwachsenen macht das Spiel Spaß. Schön ist, dass die Rollen gewechselt werden können, sodass für Abwechslung gesorgt ist. Dadurch, dass die Stadtteile immer wieder anders aufgestellt werden, verläuft jede Partie anders, sodass man sich immer wieder neu ausprobieren kann.

Sowohl die Gestaltung der Box als auch die Qualität des Spielmaterials konnten uns überzeugen. Die Illustrationen erinnern an den Klassiker, machen jedoch deutlich, dass es sich um eine neue Version handelt. Die Pappaufsteller sind stabil und halten vielen Runden stand, die Größe der Schachtel passt zum Material.

Insgesamt handelt es sich bei Scotland Yard-Duel um eine gelungene 2-Personen-Umsetzung des Klassikers, die durch ihr einfaches Spielprinzip und die kurze Spieldauer bei gleichzeitig genügend strategischer Tiefe überzeugen kann. Bei uns macht das Spiel sowohl großen als auch kleinen Spielern Spaß und findet immer wieder gerne den Weg auf den heimischen Spieltisch!
Zitat zum Spiel
Ich war mir so sicher, dass ich sich Mr. X hier versteckt!
Wer hat mitgespielt?
Kinder: 1
Erwachsene: 2
Was sagen deine Mitspieler:innen zum Spiel:
Eine tolle Umsetzung des Klassikers, die sich super zu zweit spielen lässt!
man muss ganz genau lesen
leicht verständlich
außergewöhnlich gut gestaltet
funktional
pro Runde ein paar Minuten
dauert etwas
ein paar Minuten
mehrere Stunden
keine Vorkenntnisse nötig
hier sind Spiele-Experten gefragt
für unterwegs
Tisch ist zwingend notwendig
geht nur einmal
spiele ich gerne wieder