Fast telepathisch – Kooperation mit Köpfchen
Bei Temple Twist ist das Material eindeutig der Star: ein dreidimensionaler Tempel, den man dreht und wendet, während ein Würfel als „Rucksack" durch die Räume purzelt. Allein dieses räumliche Denken hat unsere Runde regelrecht gefesselt. Angenehm fand ich, mal wieder ein Koop-Spiel dabeizuhaben – man sitzt gemeinsam im selben Boot, statt gegeneinander zu spielen, und das entschärft gerade bei gemischten Altersgruppen den Frust ungemein. Der eigentliche Kniff: Man darf sich nicht absprechen, wie man den Tempel bewegt, sondern muss die Züge der anderen antizipieren. Wenn das gelingt, fühlt es sich fast telepathisch an – den Toy Award 2026 hat das innovative Prinzip aus meiner Sicht absolut verdient. Ehrlich gesagt ist das Schweigegebot aber zugleich Segen und Fluch: Es erzeugt schnell längere Grübelpausen, und es gibt den typischen Koop-Effekt, dass eine dominante Person heimlich alles lenkt. Wer lieber quatscht und gemeinsam laut plant, wird hier etwas ausgebremst. Für Familien, die etwas Neues suchen, ist es trotzdem eine klare Empfehlung.
Wer hat mitgespielt?
Jugendliche (ab 12): 2
Erwachsene: 2
Jugendliche (ab 12): 2
Erwachsene: 2