Durchaus Spannend

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ravenmoon Avatar

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Bei „Thron der Lügen“ hat mich zunächst die Box abgeholt. Das Cover ist für meinen Geschmack richtig stark: die große, geheimnisvolle Fae-Figur, die ungewöhnliche Farbgebung und die verspielte Fantasy-Optik machen sofort neugierig. Die Gestaltung wirkt hochwertig und hebt sich angenehm von vielen anderen Familienspielen ab. Die Box macht definitiv Lust darauf, das Spiel aus dem Regal zu ziehen und auszuprobieren.

Und auch das Spielprinzip selbst klingt ziemlich spannend. Im Mittelpunkt stehen die Thronkarten, die jeweils zwischen den Spielern liegen. Das Besondere: Diese Karten gehören gewissermaßen mehreren Personen gleichzeitig, denn die eigenen beiden Karten beeinflussen nicht nur die eigene Punktzahl, sondern auch die der Nachbarn. Dadurch entsteht eine interessante Mischung aus Taktik, Beobachtung und ein bisschen Bluff.

Genau dieses Element finde ich besonders reizvoll. Man kann seine Karten tauschen und damit seine eigene Position verbessern – sollte dabei aber immer im Blick behalten, wem man mit diesem Tausch möglicherweise ebenfalls in die Karten spielt. Man muss also nicht nur überlegen: Was bringt mir die Karte?, sondern auch: Was bedeutet das für meine Nachbarn? Das dürfte gerade mit mehreren Personen für einige spannende Situationen sorgen.

Dazu kommen die unterschiedlichen Fae-Völker und ihre besonderen Eigenschaften. Manche Karten verändern die Wertung, andere sorgen für ganz neue Möglichkeiten. Besonders interessant finde ich beispielsweise die x2-Karten,

Und dann wäre da noch das namensgebende Lügen und Bluffen. Schließlich wissen die Mitspieler zwar einiges über die Karten, die sie selbst beeinflussen können, aber eben nicht unbedingt, was die anderen tatsächlich auf der Hand haben. Dazu kommt die Möglichkeit, eine Ende-Karte aufzudecken, wenn man glaubt, dass die eigene Auslage bereits stark genug ist. Das klingt nach einem schönen kleinen Nervenkitzel: Bin ich schon vorne genug – oder sollte ich doch noch weiterspielen?

Auch die Siegbedingung gefällt mir. Man sammelt über mehrere Runden Punktesteine und versucht als Erste oder Erster die erforderliche Anzahl zu erreichen. Dadurch scheint das Spiel nicht einfach nur auf eine große Schlusswertung hinauszulaufen, sondern erzeugt immer wieder neue kleine Ziele und Entscheidungen.

Mit 3 bis 6 Personen, ab 8 Jahren und etwa 40 Minuten Spielzeit klingt „Thron der Lügen“ für mich außerdem nach einem Spiel, das man relativ unkompliziert auf den Tisch bekommt, aber trotzdem genug taktische Möglichkeiten bietet, damit es nicht nach einer Runde langweilig wird.

Mein erster Eindruck ist jedenfalls ausgesprochen positiv. Die Box gefällt mir richtig gut, das Fantasy-Thema spricht mich an und vor allem die Idee, dass meine Karten gleichzeitig Einfluss auf meine Nachbarn haben, finde ich interessant. Hier scheint es nicht nur darum zu gehen, die besten Karten zu bekommen – man muss auch ein bisschen um die Ecke denken, beobachten und vielleicht sogar seine Mitspieler hinters Licht führen.

Jetzt bin ich definitiv gespannt, wie sich der Thron der Lügen tatsächlich am Spieltisch anfühlt. 👑🧚‍♀️