Setzsteine statt Schwerter, Stadtplanung statt Belagerungsschlacht!“
Wer bei der Sengoku-Zeit sofort an epische Schlachten und Daimyō auf Kriegspfad denkt, wird von diesem Legespiel überrascht – und das im positivsten Sinne. Denn hier ringen wir nicht mit Truppen um Provinzen, sondern wetteifern um die klügste und lukrativste Stadtgründung im Japan des 16. Jahrhunderts.
Das Spielgefühl: Taktischer Sog ohne Wartezeit
Das wohl größte Plus des Spiels zeigt sich bereits in den ersten Runden: Alle spielen gleichzeitig.
Kein langes Warten, bis der Mitspielende seine Züge beendet hat. Stattdessen greifen alle parallel zu den Plättchen und tüfteln an ihren Stadtvierteln. Das sorgt für ein unglaublich flüssiges, fast schon meditatives Tempo, das jedoch – dank begrenzter Ressourcen und cleverer Kombinationsketten – von Runde zu Runde an taktischer Tiefe gewinnt.
Der Reiz des Layouts: Jedes Gebäude zählt
Die Mechanik belohnt vorausschauendes Planen:
Nagaya (Wohnhäuser) und Mise (Geschäfte) wollen geschickt miteinander vernetzt sein, um die Kassen klingeln zu lassen.
Teien (Gärten) und Kōba (Manufakturen) verlangen nach dem richtigen Platz im Stadtgefüge, um Synergien zu maximieren.
Jedes Plättchen verlangt eine Abwägung: Sofort bezahlen oder auf den perfekten Moment warten? Wer zu gierig baut, verliert den Anschluss; wer zu vorsichtig agiert, lässt wertvolle Punkte liegen.