Viele Gebäuderegeln

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ladytiga Avatar

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Das Spielprinzip klingt interessant, aber die vielen Gebäuderegeln machen mich neugierig und zugleich etwas unsicher.

Ich habe mir das Video angesehen, in dem die Spielanleitung vorgestellt wird, und finde das Spielprinzip an sich sehr interessant. Es erinnert mich ein wenig an Catan und an ein weiteres Spiel, bei dem man Plättchen auf einem Spielfeld platziert. An dessen Namen kann ich mich gerade leider nicht erinnern.

Bei Toshi – Die blühende Stadt wird mit zwei Würfeln gewürfelt: einem mit Buchstaben und einem mit Zahlen. Dadurch wird ein bestimmtes Feld auf dem Spielplan festgelegt, beispielsweise B3. Derjenige, der gewürfelt hat, platziert dort ein Plättchen. Die anderen Mitspieler dürfen auf demselben Feld ebenfalls etwas platzieren, müssen sich dabei aber für eine andere Gebäudeart entscheiden. Wenn der aktive Spieler also ein Haus setzt, dürfen die anderen dort beispielsweise einen Bauernhof oder einen Garten platzieren.

Das Ziel ist unter anderem, den eigenen Spielplan möglichst vollständig zu bebauen. Leere Felder kosten am Ende Geld, das in diesem Spiel Koku heißt. Das Platzieren der Plättchen und das Bezahlen wirken auf mich zunächst nicht besonders kompliziert. Schwieriger finde ich allerdings die vielen unterschiedlichen Gebäude und ihre jeweiligen Funktionen.

Es gibt unter anderem Häuser, Doppelhäuser, Bauernhöfe, Gärten, Pferdeställe, Läden, Manufakturen, Lagerhäuser und Sondergebäude wie eine Burg. Jedes Gebäude kostet einen bestimmten Betrag und hat eigene Auswirkungen. Bei manchen erhält man Geld, bei anderen muss man Geld bezahlen, wenn sie erneut gewürfelt werden. Auch bei der Endwertung gibt es offenbar Besonderheiten. Die Symbole und kleinen Erklärungen auf den Plättchen finde ich teilweise nicht selbsterklärend. Gerade bei manchen Gebäuden, beispielsweise dem Stall, musste ich bei der Erklärung genauer hinschauen und wusste trotzdem nicht sofort, was die Symbole bedeuten sollen.

Auch die Regeln für bestimmte Gebäude muss man erst einmal verstehen. Gärten müssen beispielsweise zu dritt nebeneinanderliegen und dürfen nicht diagonal angeordnet werden. In der gezeigten Anleitung hier bei Vorablesen wäre das legen der Gärten so nicht möglich, da im Video die Gärten nebeneinander und nicht diagonal sein dürfen. Das finde ich verwirrend, weil was soll jetzt richtig sein.

Positiv finde ich deshalb das Erklärvideo, in dem die verschiedenen Gebäude noch einmal einzeln vorgestellt werden. Ich könnte mir gut vorstellen, es vor der ersten Spielrunde anzusehen. Trotzdem denke ich, dass man gerade zu Beginn die Spielanleitung griffbereit haben sollte, damit man keine Gebäudefunktion vergisst und weiß, welche Auswirkungen später noch eintreten.

Obwohl das Spiel ab acht Jahren empfohlen wird, kann ich mir persönlich schwer vorstellen, dass man die Regeln ohne Hilfe direkt versteht, wenn man noch nie damit gespielt hat. Ich würde deshalb empfehlen, die erste Runde gemeinsam mit jemandem zu spielen, der das Spiel bereits kennt oder sich vorher gründlich mit den Regeln beschäftigt hat.

Die angegebene Spieldauer von ungefähr 45 Minuten kann ich mir dagegen gut vorstellen. Das Spiel endet, wenn jemand alle Felder seines Spielplans belegt hat oder 100 Koku erreicht. Im Erklärvideo konnte ich allerdings noch nicht richtig einschätzen, wie spannend sich eine vollständige Partie entwickelt, da die anderen Spieler dort kaum Plättchen ausgelegt hatten und ein Spieler dadurch schon sehr früh wie der sichere Gewinner wirkte. Deshalb würde ich auch gerne einmal eine richtige Spielrunde beobachten.

Mein Fazit: Das Spiel klingt abwechslungsreich und bietet mit seinen unterschiedlichen Gebäuden und deren Funktionen einiges zum Entdecken. Die Grundidee mit den Würfeln und dem Platzieren der Plättchen finde ich verständlich und interessant. Bei den vielen Sonderregeln und Symbolen sehe ich allerdings eine gewisse Einstiegshürde. Gerade deshalb würde ich Toshi – Die blühende Stadt gerne selbst ausprobieren. Wir spielen gerne Gesellschaftsspiele und probieren auch immer wieder neue Spiele aus. Ich bin gespannt, wie gut sich die Regeln in der Praxis erschließen lassen und wie viel Spaß das Spiel macht, wenn man erst einmal richtig drin ist.