Schweinsgalopp im Laubhaufen-Labyrinth
Bei Trüffel Schnüffel habe ich mich zuerst in die Illustrationen verguckt: Schwarz-Weiß-Wald mit Eichenwurzeln und Laub, dazu Neonpink, das mir richtig ins Auge springt. Die Trüffelschweine sind quietschpink, Salamander und Eichhörnchen schauen aus dem Dickicht. Monika Suska hat da wirklich Stimmung gezaubert, die Lust aufs Losschnüffeln macht.
Der Aufbau geht schnell: Je vier Trüffelplättchen liegen an den Wurzeln der vier Eichen am Spielplanrand. In der Mitte verstecken fünf Laubhaufen jeweils ein Eichelplättchen, dazu kommt ein sechstes, das offen in der Mitte liegt. Das wird gut durchgemischt, und zwar schiebend und nicht hebend, damit niemand schummeln kann. Dann stellt jeder sein Schwein auf einen Startplatz, und wer am lautesten grunzen kann, darf anfangen.
Ein Zug ist herrlich unkompliziert: Man hebt einen beliebigen Laubhaufen hoch und deckt damit das bisher offene Eichelplättchen zu. Jetzt liegt eine neue Zahl Eicheln sichtbar da, und um genau so viele freie Felder zieht das eigene Schwein weiter. Das Memo-Element steckt also im Merken: Welche Zahl versteckt sich unter welchem Haufen? Ich will ja nach Möglichkeit auf einem Feld landen, das mir etwas bringt. Ein Kleeblatt schenkt sofort einen weiteren Zug. Bei einem orangen Eichenblatt darf man ein Trüffelplättchen von der benachbarten Eiche nehmen oder ebenfalls noch einmal ziehen. Auf einem leeren Feld passiert nichts.
Gewonnen hat, wer zuerst vier verschiedene Trüffel mit ein, zwei, drei und vier Goldpunkten vor sich liegen hat. Die Runde wird noch bis zum Salamander-Kind zu Ende gespielt, damit alle gleich oft dran waren. Das finde ich fair. Auch ein geteilter Sieg ist möglich, was gerade bei Kindern Tränen verhindern kann. Und man darf nur Plättchen nehmen, die man noch nicht hat. Dadurch hat jeder Zug einen Sinn, und irgendwann wird es richtig spannend, wenn alle noch dieselbe eine Zahl suchen. Ich bin schon gespannt, dass mit meinen Freunden die Kinder haben zu testen :-)