Orkney: wunderschön gestaltet, zugänglich und angenehm unkompliziert
Orkney macht bereits beim Auspacken einen sehr hochwertigen Eindruck. Besonders die Gestaltung hat mir gefallen. Das Blau des Meeres, die grünen Inseln und die Holzelemente ergeben zusammen ein ruhiges, stimmiges Gesamtbild. Während des Spiels wächst aus den sechseckigen Landschaftsplättchen nach und nach eine verzweigte Inselwelt über den Tisch. Gerade dieser optische Aufbau hat für mich viel zum Reiz des Spiels beigetragen, weil am Ende jeder Partie eine etwas andere Landschaft entsteht.
Auch das Material wirkt insgesamt wertig. Praktisch finde ich, dass kleine Plastiktütchen beiliegen, in denen sich Spielsteine und Zubehör nach der Partie ordentlich verstauen lassen. Das ist keine besonders elegante Lösung. Stoffsäckchen oder eine andere Aufbewahrung hätten optisch besser zum restlichen Material gepasst. Trotzdem finde ich es positiv, dass überhaupt daran gedacht wurde und man nicht alles lose in die Schachtel zurücklegen muss.
Sehr gelungen finde ich den Einstieg ins Spiel. Die Regeln sind leicht verständlich und so aufgebaut, dass man schnell losspielen kann. Man muss sich nicht erst lange durch komplizierte Abläufe arbeiten oder mehrere Proberunden hinter sich bringen, bevor klar ist, was zu tun ist. Dazu passt auch die Altersempfehlung ab acht Jahren. Orkney bleibt gut zugänglich und überfordert nicht mit zu vielen Regeln oder Sonderfällen. Damit eignet es sich auch gut für Familien oder für Spielrunden, in denen nicht alle regelmäßig komplexere Brettspiele spielen.
Genau darin liegt für mich allerdings auch eine kleine Schwäche. Das Spiel bleibt insgesamt eher überschaubar und entwickelt keine besonders hohe strategische Tiefe. Für einzelne Partien funktioniert das sehr gut, weil der Ablauf flüssig bleibt und nicht überladen wirkt. Gleichzeitig ist der Wiederspielwert für mich dadurch etwas begrenzt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich Orkney sehr häufig hintereinander spielen möchte, weil sich die grundlegenden Entscheidungen und Abläufe relativ schnell erschließen.
Etwas unausgewogen wirkt auf mich außerdem die Regelung rund um die Fische. Dass man für nur zwei Stoff sämtliche Fische einfangen kann, erscheint mir im Verhältnis sehr großzügig. Gerade wenn sich bereits viele Fische auf dem Spielplan befinden, hat diese Aktion eine große Wirkung. Hier hätte ich mir eine Begrenzung gewünscht, etwa bei der Anzahl der Fische oder abhängig davon, wie viele man tatsächlich einsammeln möchte.
Insgesamt hat mir Orkney sehr gut gefallen. Es ist optisch schön umgesetzt, schnell erklärt und angenehm zugänglich. Gerade für eine unkomplizierte Spielrunde, bei der man ohne lange Vorbereitung loslegen möchte, funktioniert es sehr gut. Wer dagegen ein Spiel sucht, das auch nach sehr vielen Partien immer wieder neue strategische Ebenen eröffnet, bekommt hier etwas weniger Tiefe.
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Transparenz: Das Spiel wurde mir als Rezensionsexemplar von vorabspielen.de zur Verfügung gestellt. Die Bewertung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Auch das Material wirkt insgesamt wertig. Praktisch finde ich, dass kleine Plastiktütchen beiliegen, in denen sich Spielsteine und Zubehör nach der Partie ordentlich verstauen lassen. Das ist keine besonders elegante Lösung. Stoffsäckchen oder eine andere Aufbewahrung hätten optisch besser zum restlichen Material gepasst. Trotzdem finde ich es positiv, dass überhaupt daran gedacht wurde und man nicht alles lose in die Schachtel zurücklegen muss.
Sehr gelungen finde ich den Einstieg ins Spiel. Die Regeln sind leicht verständlich und so aufgebaut, dass man schnell losspielen kann. Man muss sich nicht erst lange durch komplizierte Abläufe arbeiten oder mehrere Proberunden hinter sich bringen, bevor klar ist, was zu tun ist. Dazu passt auch die Altersempfehlung ab acht Jahren. Orkney bleibt gut zugänglich und überfordert nicht mit zu vielen Regeln oder Sonderfällen. Damit eignet es sich auch gut für Familien oder für Spielrunden, in denen nicht alle regelmäßig komplexere Brettspiele spielen.
Genau darin liegt für mich allerdings auch eine kleine Schwäche. Das Spiel bleibt insgesamt eher überschaubar und entwickelt keine besonders hohe strategische Tiefe. Für einzelne Partien funktioniert das sehr gut, weil der Ablauf flüssig bleibt und nicht überladen wirkt. Gleichzeitig ist der Wiederspielwert für mich dadurch etwas begrenzt. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich Orkney sehr häufig hintereinander spielen möchte, weil sich die grundlegenden Entscheidungen und Abläufe relativ schnell erschließen.
Etwas unausgewogen wirkt auf mich außerdem die Regelung rund um die Fische. Dass man für nur zwei Stoff sämtliche Fische einfangen kann, erscheint mir im Verhältnis sehr großzügig. Gerade wenn sich bereits viele Fische auf dem Spielplan befinden, hat diese Aktion eine große Wirkung. Hier hätte ich mir eine Begrenzung gewünscht, etwa bei der Anzahl der Fische oder abhängig davon, wie viele man tatsächlich einsammeln möchte.
Insgesamt hat mir Orkney sehr gut gefallen. Es ist optisch schön umgesetzt, schnell erklärt und angenehm zugänglich. Gerade für eine unkomplizierte Spielrunde, bei der man ohne lange Vorbereitung loslegen möchte, funktioniert es sehr gut. Wer dagegen ein Spiel sucht, das auch nach sehr vielen Partien immer wieder neue strategische Ebenen eröffnet, bekommt hier etwas weniger Tiefe.
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Transparenz: Das Spiel wurde mir als Rezensionsexemplar von vorabspielen.de zur Verfügung gestellt. Die Bewertung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Wer hat mitgespielt?
Erwachsene: 2
Erwachsene: 2