Knifflige Legepuzzle-Ebene

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sanmust Avatar

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Schon beim ersten Blättern durch die Anleitung von Orkney. Die schottischen Inseln bin ich hin und weg: Andreas Rochas Illustrationen ziehen sich konsequent durchs ganze Heft, die Papageientaucher am Rand, die keltisch anmutenden Verzierungen um die Kapitelüberschriften, das wirkt liebevoll aus einem Guss und macht schon beim Lesen Lust aufs Spiel.

Die Mechanik dahinter habe ich tatsächlich so noch nicht gesehen: Man bekommt Rohstoffe nicht einfach durchs Sammeln, sondern indem man ein neues Inselplättchen genau so anlegt, dass es an einen bereits vorhandenen Rohstoff grenzt. Legt man daneben, geht man leer aus. Das bringt eine richtig knifflige Legepuzzle-Ebene mit ins Spiel, gerade weil man beim Ablegen der zwei Plättchen pro Zug ständig zwischen "erst mal ansehen" und "schon platzieren" abwägen muss. Dazu kommen vollendete Inseln, die Stoff abwerfen, ein Fischmarker-System mit geheimen Werten, und Handelswege, die man sich für jedes gebaute Gebäude sichern darf und die erst am Ende über Bauernhof-Dorf- und Bauernhof-Burg-Verbindungen Punkte bringen. Wie sich das alles am Tisch zusammenfügt, kann ich mir noch nicht ganz vorstellen.

Auch ohne das Spiel schon vor mir liegen zu haben, sind die einzelnen Schritte vom Anlegen über das Bauen bis zur Schlusswertung mit den elf geheimen Aufgabenplättchen gut nachvollziehbar erklärt. Gerade die vielen kleinen Sonderfälle (zwei Bauernhöfe auf einer Insel, mehrfach zählende Handelswege) wirken auf den ersten Blick komplex, sind aber sauber mit Beispielbildern unterlegt.

Am liebsten würde ich Orkney gleich mit meiner festen Spielrunde ausprobieren, also zu viert oder fünft, wie es für das Spiel ja auch gedacht ist. Wir sind immer auf der Suche nach frischem Spielefutter, und die Mischung aus taktischem Legespiel, Rohstoff-Optimierung und geheimem Auftrag klingt genau nach dem, was bei uns gut ankommt.